Die Unterstufe in der Christophorus-Schule Die Unterstufe in der Christophorus-Schule Die Unterstufe in der Christophorus-Schule Die Unterstufe in der Christophorus-Schule Die Unterstufe in der Christophorus-Schule Die Unterstufe in der Christophorus-Schule Die Unterstufe in der Christophorus-Schule Die Unterstufe in der Christophorus-Schule

Klassen 1 bis 4: die Unterstufe

Vom bildhaften Erleben zum Interesse an der Welt

Lernen heißt leben und der Welt begegnen. Deshalb beginnen wir unseren harmonisch gegliederten Schultag mit einem gemeinsamen Morgenkreis im Saal, mit Liedern und Sprüchen passend zur jeweiligen Jahreszeit. Danach startet im Klassenverband der Hauptunterricht.

In kleinen, konstanten Klassengemeinschaften mit maximal 12 Schülern findet täglich der Unterricht von 8.15 bis 12.15 Uhr statt.

Ab der ersten Klasse unterrichtet an unserer Schule der Klassenlehrer in mehrwöchigen Epochen während des Hauptunterrichts von 8.15 Uhr bis zur ersten großen Pause um 9.45 Uhr abwechselnd in den Fächern Schreiben, Lesen, Rechnen und Formenzeichnen. Ab der 3. Klasse kommt Sachkunde in praktischen Epochen (Ackerbau, Handwerk und Hausbau), ab Klasse 4 auch Heimat- und Naturkunde hinzu. Fachlehrer unterrichten zusätzlich ab der 1. Klasse in den Fächern Eurythmie, Spielturnen, Handarbeit, Musik und Malen und bereits ab der 2. Klasse auch in Englisch.

Ackerbau, Handwerk und Hausbau

Um das zehnte Lebensjahr entwickeln Kinder deutliches Interesse an der Welt und an praktischen Zusammenhängen. Diesen Prozess greifen wir auf, indem wir Sachkunde in drei praktischen Epochen unterrichten.

In der Ackerbauepoche erleben unsere Schülerinnen und Schüler die Tätigkeiten von Bauer, Müller und Bäcker in Betrieben und werden selbst tätig, indem sie den Pflug ziehen, Boden eggen, Korn säen und im Herbst die Ernte einbringen. Es ist eine sehr erfüllende Erfahrung für die Kinder, das eigene Korn zu dreschen, zu mahlen und dann zu eigenem Brot zu verarbeiten.

In der Handwerksepoche lernen die Kinder beim Besuch von Schmied, Schuster, Schneider und anderen Zünften urbildhafte Berufe kennen.

In der Hausbauepoche wird kräftig gearbeitet: ein Fundament gelegt, gemauert, ein Dach gebaut. So wie jedes Haus benötigen auch Kinder in diesem Alter ein festes Fundament, auf dem sie ihre Persönlichkeit entwickeln können.

Formenzeichen

Schon vom ersten Schultag an üben wir das Formenzeichnen, das später in Geometrie und künstlerischen Zeichenunterricht übergeht. Während dabei Empfindungen für Formen geweckt und harmonisiert werden, entwickeln die Schülerinnen und Schüler motorische Fähigkeiten, erkennen die Raum-Lage-Beziehung und schulen ihren Gleichgewichtssinn.

Englisch

Ab dem 2. Schuljahr beginnt der Englischunterricht. Bis in die 4./5. Klasse basiert der Unterricht auf nachahmendem, chorischem Sprechen und Singen, meist begleitet von Gesten und Mimik. Wir sprechen zahlreiche Gedichte und Reime, lernen Fingerspiele sowie Kreisspiele und machen rhythmische Übungen im Zählen oder Benennen von Alltagstätigkeiten, Farben, Körperteilen, Wochentagen und Jahreszeiten. Spielerisch lernen die Schüler so die Begriffe des täglichen Lebens. Ab der 5. Klasse wird allmählich die Schriftsprache eingeführt. Bald können kleine Dialoge geführt werden und Fragen beantwortet werden.

Eurythmie – Gesunde Entwicklung fördern

Als Bewegungskunst, die den ganzen Menschen mit Leib, Seele und Geist anspricht, harmonisiert Eurythmie, wirkt ausgleichend und beugt Einseitigkeiten vor. Gleichgewicht und Koordination, Geschicklichkeit, Konzentration, räumliches Vorstellungsvermögen, Schnelligkeit und fließende Bewegungen werden dabei so geübt, dass geistesgegenwärtiges Handeln möglich wird. Darüber hinaus lernen Schülerinnen und Schüler, sich in die Gemeinschaft einzubringen, indem eigene Bewegungen mit denen der Gruppe abgestimmt werden. Diese Fähigkeiten wirken positiv bis in alltägliche soziale Prozesse des Schullebens.

Spielturnen – Spielerisch zur eigenen Persönlichkeit

Bewegung ist wesentlicher Bestandteil unserer ganzheitlichen Erziehung. Schon im Spielturnen der unteren Klassen werden an unserer Schule Freude an Spiel und Bewegung geweckt und dabei motorische und soziale Fähigkeiten ausgebaut. Den Umgang mit der eigenen Kraft, Mut, Entschlusskraft und Fairness – all das wird im Laufe des Schullebens in Turnen, Mannschaftsspiele, Ballspiele spielerisch gelernt und als soziale Kompetenzen fürs Leben angelegt.

Handarbeit

Der Handarbeitsunterricht begleitet die Schüler von der ersten bis zur achten Klasse. In jedem Schuljahr widmen wir uns einer gezielt ausgewählten und der Entwicklung der Schüler entsprechenden Handarbeit. Vom Umgang mit frisch geschorener Schafwolle in der 1. Klasse über das Spinnen, Häkeln, Stricken, Sticken und Nähen. Jeder Schüler stellt durch die Arbeit seiner eigenen Hände einen Gebrauchsgegenstand her, auf den er am Ende des Schuljahres mit wahrem Stolz und großer Freude schauen darf: Strickwaren, Schulmäppchen, Tiere, Püppchen, Webstücke, Hausschuhe und erste Kleidungsstücke. Dabei schult der Handarbeitsunterricht Feinmotorik und körperliche Koordination sowie Denken und Verstehen und stärkt das Selbstwertgefühl der Schüler.

Musik

Singen und gemeinsames Musizieren sind tragende und gemeinschaftsbildende Elemente unseres Schulalltags. In den ersten beiden Jahren gestalten die Klassenlehrer den Musikunterricht, ab der 3. Klasse werden dann im wöchentlich stattfindenden Musikunterricht bereits bekannte oder neue Lieder erarbeitet und mit unterschiedlichen Klang- und Rhythmusinstrumenten begleitet. Lieder verschiedener Kulturen tragen dazu bei, den Schülern Freude an musikalischer Vielfalt zu vermitteln. Einige diese Lieder setzen wir in Kreis- und Volkstänzen in Szene. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an unterschiedlich schweren Rhythmen wie Klatschabfolgen und Übungen aus dem Bereich der Bodypercussion. Oft bildet das chorische Singen von Kanons und mehrstimmigen Liedern den Abschluss der Musikstunde.