Die Mittelstufe in der Christophorus-Schule Die Mittelstufe in der Christophorus-Schule Die Mittelstufe in der Christophorus-Schule Die Mittelstufe in der Christophorus-Schule Die Mittelstufe in der Christophorus-Schule Die Mittelstufe in der Christophorus-Schule

Klassen 5 bis 8: die Mittelstufe

Die Mitte der Kindheit

Auch in der Mittelstufe prägen rhythmischer Tagesablauf und künstlerische Gestaltung den Schultag. Der Klassenlehrer als enge Bezugsperson spielt weiterhin eine wichtige Rolle im Leben der Schülerinnen und Schüler. In der Vorpubertät angekommen, zeigen sie ein wachsendes Interesse an ihrer Umwelt, so dass ab der 5. Klasse Geschichte und Naturwissenschaften im Klassenverband unterrichtet wird. Deutsch, Rechnen und Englisch werden in zusätzlichen altersübergreifenden und leistungshomogenen Fördergruppen unterrichtet, in denen dem jeweiligen Stand und Leistungsvermögen der Schüler Rechnung getragen wird.

Den Stundenplan ergänzen jetzt ab der 5. Klasse die Fächer Religion und Chor sowie das Schülercafé. Ab der 6. Klasse greifen Fachlehrer den lebenspraktischen Ansatz unseres pädagogischen Konzeptes weiter auf und führen ihn in Gartenbau und Werkunterricht fort.

Gartenbau

Schon in der 3. Klasse wird mit der Feldbauepoche das Interesse der Kinder an der Lebenswirklichkeit und an praktischen Zusammenhängen aufgegriffen: Sie ackern und pflügen, säen und ernten auf ihrem eigenen Feld. Ab der 6. Klasse erleben die Schüler dann in regelmäßigem Gartenbau-Unterricht die Jahreszeiten im Schulgarten, lernen erste Kulturpflanzen kennen und entwickeln im praktischen Tun ein Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Natur und Kultur.

Werken

Während im Handarbeitsunterricht ab der 1. Klasse Häkeln, Stricken, Weben und Nähen die Beweglichkeit der Finger und der Gedanken geschult haben, beginnt ab der 6. Klasse die Arbeit mit festen Materialien wie Holz, Metall und Stein. In unseren Werkräumen stehen den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten vor allem der Holzbearbeitung zur Verfügung. Die Erfahrung, mit den eigenen Händen etwas Nützliches und Schönes gestalten zu können, ist ein Erfolgserlebnis, das Ihr Kind mit Stolz erfüllt. Im Werkunterricht werden nicht nur praktische handwerkliche Fertigkeiten und präzises, ausdauerndes und sorgfältiges Arbeiten mit verschiedenen Materialien geübt. Ganz nebenbei werden auch die kognitiven Fähigkeiten durch das Verstehen von Zusammenhängen geschult. Jedes Erfolgserlebnis im Werkunterricht fördert dabei den Lernwillen in anderen Fächern.

Turnen

Bewegung ist wesentlicher Bestandteil unserer ganzheitlichen Erziehung. Den Umgang mit der eigenen Kraft, Mut, Entschlusskraft und Fairness – all das wird im Laufe des Schullebens im Turnen sowie bei Ball- und Gemeinschaftsspielen spielerisch gelernt und als soziale Kompetenzen fürs Leben angelegt.

Eurythmie – Gesunde Entwicklung fördern

Als Bewegungskunst, die den ganzen Menschen mit Leib, Seele und Geist anspricht, harmonisiert Eurythmie, wirkt ausgleichend und beugt Einseitigkeiten vor. Gleichgewicht und Koordination, Geschicklichkeit, Konzentration, räumliches Vorstellungsvermögen, Schnelligkeit und fließende Bewegungen werden dabei so geübt, dass geistesgegenwärtiges Handeln möglich wird. Darüber hinaus lernen Schülerinnen und Schüler, sich in die Gemeinschaft einzubringen, indem eigene Bewegungen mit denen der Gruppe abgestimmt werden. Diese Fähigkeiten wirken positiv bis in alltägliche soziale Prozesse des Schullebens.

Kunst / Malen

Von der 1. bis 8. Klasse wird mit Aquarellfarben gemalt. In der 9. und 10. Klasse wird dann das Malen durch die Schwarz-Weiß-Zeichnung und das perspektivische Zeichnen abgelöst. In der 11. Klasse ist dann der künstlerische Druck (Linolschnitt) das Thema. In der 12. Klasse ist neben Gemeinschaftbildern eine Zusammenfassung der bis dahin gelernten Techniken das Thema. 

Das bildnerische Arbeiten führt sehr schnell zu unterschiedlichen Möglichkeiten und Entscheidungen, die sich beim Gestalten auftun. Diese Möglichkeiten auszuprobieren führt einen zu der Erfahrung, dass sich ein gemaltes Bild immer Stück für Stück entwickelt und man am Anfang oft noch nicht weiß, was am Ende alles auf dem Bild zu sehen sein wird. Um diese Erfahrung zu verstärken, wählen wir im Malunterricht der Unter- und Mittelstufe das Arbeiten mit Aquarellfarben, die leicht zu handhaben sind und in Verbindung mit Wasser viele sich spontan entwickelnde Momente verursachen. Dies kann dazu anregen, den zunächst geplanten Weg zu verlassen und zu neuen aus der Situation heraus entstandenen Gestaltungen zu kommen, welches die Kreativität noch einmal um ein Vielfaches steigert. 

Was soll damit erreicht werden. Damit hätten wir zwei wichtige Aspekte, die wir durch das Malen erfahren und lernen können:

  1. dass wir und alles um uns in Entwicklung ist, sich somit auch ständig verändern kann und
  2. dass wir Menschen ein gestaltendes, kreatives, schöpferisches Potential besitzen, mit dem wir positiv und entwicklungsverstärkend eingreifen können.

Dies lässt sich auf das Lernen und letztlich das ganze Leben übertragen. Es können sehr wichtige Elemente für ein glückliches und selbstbestimmtes Leben sein, besonders für Menschen, die in einem erhöhten Maß mit einer Einschränkung zu leben haben.